Im Dezember 2013 schickte ich dem K1 eine SMS: “was haltet Ihr von Wandern in Teneriffa, war 2x dort ist Klasse!”

. Ein paar Klicks später hatte er gebucht. Ferienwohnung für 295 Euro, Mietwagen für 100 Euro, Flug für 200 Euro. 10 Tage Wandern war angesagt und keiner hatte eine Vorstellung davon, was das für eine tolle Insel zum Wandern ist. Ich hatte also nicht zuviel versprochen.

Der Wanderführer versprach spektakuläre Strecken und sie hielten dieses Versprechen. Weitere Bilder gibt es hier:

 

 

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Teneriffa ist aber mehr als nur der Teide, auch wenn es dort zumindest immer schönes Wetter gibt, weil man meist über den Wolchen ist. Blick vom Nachbargipfel Guajara.

 

Gleich hinter unserer Ferienwohnung ging der 1 1/2 Stündige Fußmarsch in die Baranco Inferno. Als Warmup bestens geeignet.

Da wir wegen der spontanen Anreise wenig vorbereitet waren gab`s erst mal eine kurze Wanderung zur Fortaleza.

 

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So lieben wir es! Schroffe Steine, Wind, Sonne, Einsamkeit.

 

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Wir haben ein paar Mal versucht den feuchteren Norden des Anaga-Gebirges zu erwandern. Leider waren die Passatwolken im Januar nicht unsere Freunde.

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Ein paar Lichte Momente gab es dann doch, wenn auch bei den Wolken nicht so recht die Fotostimmung aufkommt.

Auf der Rückfahrt gab`s dann doch ein paar Lichtblicke. Die Insel nötigt uns also wieder zu kommen .

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Pflichtbesuch ist natürlich eine Rund um die Felsgebilde Garcia.

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Wir haben an die 2 stündige Wanderung noch einen Trip “über den Wolken” dran gehängt.

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Am 4. Tag haben wir uns eine “schwarze Route ausgesucht. Es ging der Steilküste von Los Gigantes entlang. Zunächst muss man durch einen 1 1/2 km Wasserversorgungstunnel im Dunkeln laufen um

an den Beginng der Felswand zu kommen, von der aus man an senkrecht abfallenden Klippen zurück zum Ausgangspunkt laufen kann. Eine Traumstrecke, auch wenn man oft nicht genau den Verlauf des

Weges sieht. Leider kam uns ein Schlaumeier entgegen, der uns von einem Unglückfall mit einem angeblichen Toten am Vortag berichtete. Dann war es mit der Unbekümmertheit dahin und es kostete viel

Überzeugungsarbeit um weiter laufen zu können. Gelohnt hat es sich trotzdem. Trittsicherheit ist aber unbedingt von Nöten. Die Strecke ist nix für Badeschlappen !!!

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Am 5. Tag ging es auf den Nachbarberg des Teide, rauf auf den 2700 Meter hoch gelegenen Guajara. Der Aufstieg ist Formsache. Die Herausforderung bestand im Finden des nördlichen Abstieges,

welcher nicht nur spektakulär den Abhang hinunter geht, sondern auch noch im Nebel lag, was die Szenerie aber noch grandioser machte.

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Am nächsten Tag Boca di Plato. Eine tolle Strecke und sehr beliebt bei Wanderern.

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Oben gibt es einen schönen alten Dreschplatz zum Rast machen. Der Abstieg wäre uns zu weit außen herum gewesen, außerdem hätten wir dort einen Bus nehmen müssen. Wir sind also die im

Reiseführer nur nebenbei erwähnte direkte Route steil hinab in die Baranco Inferno gelaufen. Ein Traum und absolut spektakulär.

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Die Masca-Schlucht hatten wir uns für den Abschluss aufgehoben. Vorallem aber weil es immer wieder regnete und man die Schlucht nur bei trockenem Wetter durchklettern soll, mussten wir fast bis zum

Schluss warten. Es hat dann aber doch noch geklappt. Ein absolutes Highlight , alleine die steile Anfahrt nach Masca ist schon traumhaft.

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Die Rückfahrt von der Schlucht nach Los Gigantes mit dem Seetaxi ist auch absolut lohnend. Man sollte die Schlucht nicht mehr hochlaufen. Dann hat man mehr Zeit in der Schlucht. Das letzte Taxi

fährt um 16:00 Uhr.

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 Die einzelnen Wegstücke sind nicht immer einfach zu finden, was aber den Reiz ausmacht. Eine organisierte

Tour sollte man nur buchen, wenn man es sich nicht zutraut. Ansonsten steht man bei diesen “Abtrieben” die

meiste Zeit im Stau und wartet bis die “Larsons” sich über die Treppchen nach unten quälen.

 

Als “Eisenbereifter” aber kein Problem und genau unser Terain ;-)))

 

Wieder eine gelungene Tour.

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