Nach mehrfachem Umwerfen der Pläne hatten wir uns für 2016 auf eine Tour in die Pyrenäen geeinigt. Die viertägige Anfahrt bei über 30 Grad war kein Spaß. Unten angekommen, schwenkte das Wetter um und ein riesiges Tiefdruckgebiet “Karl” trieb sein Unwesen über Frankreich. Wir mussten auf die spanische Seite ausweichen um einigermaßen trocken zu bleiben. Bis Bilbao war Goretex angesagt. Erst heimwärts kam für 4 Tage der Spätsommer zurück.

 

 

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Lohnt sich sich lange Anfahrt? Ich würde sagen ja! Die Pyrenäen sind weitläufiger, einsamer und ursprünglicher als große Teile der Alpen, wenn man von den Westalpen mal absieht. Es gab erstaunlich wenig Verkehr (September) und man kurvt fast alleine durch die Passlandschaften.

 

Was uns gut gefallen hat:

In Spanien kann man mittags lecker Essen gehen. Die meisten Gaststätten bieten ein Menü (3 Gänge) für 11-15 Euro an. Gang 1 und 2 sind eigentlich Hauptspeisen, die auch für 2 Personen reichen. Dazu gibt es Getränke nach Wahl. Wenn man einen Wein bestellt, erhält man gleich eine ganze Flasche. Lecker aber gefährlich :-)

 

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Pause am Ende der Schlucht des Rio Bellò

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Die Landschaft erinnert oft eher an Mittelgebirge, weil die Baumgrenze etwas höher liegen dürfte. Dafür gibt es endlose einsame Passsträßchen.

Mit dem richtigen Licht dazu sind das natürlich unvergessliche Momente. Oft weiß man gar nicht ob man in Frankreich oder schon wieder in Spanien fährt. Auf einer Hütte am Pass fragten wir den Wirt und er erklärte uns: “ihr seid im Baskenland....nicht in Spanien und nicht in Frankreich”. Aber Scherz beiseite: die Grenze verlief genau unter unseren Gartenstühlen.

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Speziell in den französischen Regionenen hatten wir immer wieder mit Splitt auf den Straßen zu kämpfen. Die Straßenoberfläche bestand dann kilometerweit nur aus Splitt. In Spanien gibt es dafür sehr viele freilaufende Weidetiere auf den Straßen. Die Kühe sind allerdings sehr abgebrüht. Die Straßen sehen dementsprechend aus.

Am Col de Larrau.

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Auf dem Weg zum Col d`Ansan.

Col de l`Aubisque

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Col de Soulor.

Die Pferde sind sehr selbstbewusst. Ein Motorradfahrer lag in der Wiese und ruhte sich aus. Ein Pferd lief hin und roch an dessen Gesicht, was da wohl liegt.

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Nach so viel Natur noch ein Einkehrschwung in Bilbao. Die Stadt ist ein Moloch und bei der Anfahrt abschreckend. Die Gassen der Innenstadt und der Bereich um das Guggenheimmuseeum aber lohnend.

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Am Col de Port auf der D618.

 

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Auf der D54 Richtung Carcasonne, bei Arques.

 

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Die letzte Etappe war bis Carcasonne, welches wir bei der Hinfahrt wegen der Hitze ausgelassen hatten.

Auf jeden Fall lohnend!

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Zum Schluss entdeckten wir, dass man durchaus auch  in Frankreich günstig und gut essen kann, wenn man ein Mittagsmenü nimmt.

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Typische Tapas die man zum Getränk bekommt. Hier eine Kombo die wir uns in Bilbao gegönnt hatten (8 Tapas-Platte). Der Wirt konnte es gar nicht fassen als wir die Platte mehrfach orderten.

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