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  Allgemeines  

  Bilder zur Tour gibt es hier

Die günstigsten Verbindungen nach CR gehen über die USA. Wegen der Einreiseformalitäten sollte man aber min. 3 Stunden Zwischenstopp einrechnen. Da der Flughafen nicht in San Jose sondern in Alejuela liegt sollte man sich dort sein erstes Hotel nehmen. Es gibt dort einen Radhändler der Kartons für die Rückreise hat, falls der eigenen defekt ist.   Das Taxi vom Flughafen kostet 7 Dollar (incl. des Rädertransportes). Es wird nicht betrogen, weil am Flughafen eine Aufsicht steht, die die Fahrer einteilt.   Den Preis kann man dort vorher erfragen.  

 

Straßen:

 

Die Straßen in Costa Rica sind steil, sehr steil, aber besser als von den meisten Reiseführern beschrieben. Große Schlaglöcher haben wir in vier   Wochen nur wenige gesehen. Die Offroadstaßen sind natürlich unterschiedlich gut aber selbst mit unseren eher für die Straße ausgelegten Schwalbe Marathon Tour   gut zu fahren.  Die Truckfahrer weichen großzügig aus. Die Busfahrer eher nicht. Alle hupen von weitem (zur Warnung von hinten   oder zur Begrüßung von vorne - so genau weiß man das nie). Alle winken IMG_0243 - Kopieund grüßen einen. Man sollte auf jeden Fall nur beste Bremsen am Rad haben. Wenn man sein Rad ausrollen lässt führt man in der Regen mit 65-75 Sachen die Berge hinunter, weil es so steil bergab geht.     Wenn man nicht mehr weiter kann oder will, oder keine Zeit mehr hat, oder die Strecke unatraktiv ist (was eigentlich nicht sein kann ;-) geht es jederzeit per Bus weiter. Eine etwas luxoriöse Variante zu den Überlandbussen, die ziemlich voll sind ist EASYRide Shuttle Service. Sie fahren mit kleinen, modernen 12-Personen-Bussen und bedienen nahezu alle Strecken. Der   Vorteil ist auch der Door-to-door-Service, d.h.sie holen einen ab und bringen einen zur gewünschten Unterkunft. Von z.B. Dominical nach San Jose (200km) gerade mal 30 Euro. Die Fahrten vermitteln die Besitzer der Unterkünfte telefonisch.  

 

  Verpflegung

 

  Über Verpflegung unterwegs braucht man sich keine Sorgen machen. Es gibt überall Sodas (kleine Kneipen mit Getränken), Pulperias (kleine Läden mit dem Notwendigstem), Supermärkte usw. Die Preise sind ziemlich einheitlich. Es wird sich am Dollar orientiert (was uns mit dem guten Eurokurs sehr entgegen kam). Ein Getränk kostet also i.d.R. 1 Euro, egal was ....Bier Cola, Bebida Frutas Natural (gepresste Früchte mit Milch oder Wasser).   Die Küche ist sehr abwechslungsreich , nicht wie im Reiseführer beschrieben nur Gallo Pinto. Die Kneipen haben sich auf verschiedene Ansprüche eingestellt , weshalb es auch in der Pampa Auswahlmöglichkeiten gibt. Sehr zu empfehlen sind die vielen Marisquerias entlang der Küstenorte direkt am Straßenrand. Für wenig Geld bekommt man Meeresfrüchte frisch auf den Teller (oder eher in die große Schüssel, damit alles überhaupt reinpasst).     Bei Eiswürfeln (z.B. Cola con Vaso y Huelo = Coke mit Eis) bIMG_1347raucht man keine Angst haben. Die Eiswürfel werden nicht selbst produziert, dazu würden die Gefrierfächer gar nicht reichen. Sie werden täglich von den kleinen weißen Lastern in großen 30 Kilo-Packs in Plastik eingeschweißt geliefert - Trinkwasser garantiert.     Sehr erfrischend sind auch die Fruterias unterwegs.. Sie bieten Früchte aller Art frisch vom Baum. Man sollte auch mal die vielen unbekannten Dinge probieren, die es bei uns gar nicht gibt. Z.B. Guanabana (Sackfrucht) , Tamarindensaft. Wasseräpfel usw.

Die Bananen in den Aushängen sind häufig Kochbananen und nur gekockt genießbar.  

   

 

 Unterkünfte

 

  Nach unseren Erfahrungen aus Mexiko haben wir gar kein Zelt mehr mitgenommen. Es wäre auch unerträglich bei diesen Temperaturen nachts schlafen zu können. Außerdem sind die Campingplätze sehr laut.   Bei der Auswahl einer Unterkunft sollte eine ruhige Nacht an oberster Priorität stehen. Nachts bellen in den Ortschaften eine Unmenge von Hunden (wie in ganz Südamerika und Spanien). An Ortsausfallstraßen   und an Bergstraßen nerven nachts die Retarderbremsen der großen Trucks. Diese werden außerdem auch zur Begrüßung gerne lautstark eingesetzt. Außerdem wird aus jedem erdenklichen Grund (Begrüßung, Gefahr, Anbaggern) gehupt. Also: keine Zimmer entlang einer Durchgangsstraße. Die etwas teureren Hotels   richten ihre Zimmer mit der Fensterseite zum Innenhof ein um so dem Lärm zu entgehen.   Die Zimmer werden i.d.R. vorher besichtigt und dann der Preis genannt. Dabei sollte man mal die Klimaanlage einschalten, ob die Regelung geht und wie laut sie ist. Auch der Ventilator sollte mal getestet werden, ob er rattert oder nervig eiert.   IMG_0729

Bei der Preisberechnung sollte man bedenken, dass bei den Mittelklasseunterkünften auch das Frühstück dabei ist, was i.d.R. mit 10 Dollar am Morgen zu Buche schlägt.   Unterwegs in Ortschaften ohne "touristische Infrastruktur" fragt man einfach die Männer an der Bar nach Habitation   oder Cabina . Fast in jedem Ort gibt es Leute die Zimmer für Gäste oder Besuch bereit halten. Auf Gimiks wie WLAN oder so muss man dann natürlich verzichten. Außerdem ist heißes Wasser zum Duschen (aqua caliente) eher die Ausnahme in den Küstenregionen. Braucht man aber auch nicht - bei  Temperaturen um 30 Grad. Als gute Idee hat es sich auch erwiesen den Wirt des Vorabends nach einer Bleibe auf der Strecke für den nächsten Tag zu fragen. Die können gut einschätzen was man braucht und kennen die Konkurrenz, wenn es den eine ist.    

 

  

 

Internet/Fernsehen:  

 

In fast jeder besseren Gaststätte oder Kaffee hat man kostenlosen WLAN-Zugang zum Internet. In fast allen Hotels hatten wir WLAN (hier WiFi genannt). Es gibt soviele offene, ungesicherte WLAN-Zugänge dass es sich rentiert ein kleines Laptop mitzunehmen - zur Orientierung, zum Planen, zum Informieren.       Sehr viele Haushalte und fast alle Hotels haben Kabelfernsehen mit ca. 100 Kanälen. Auf Kanal 55 läuft i.d.R. das Deutsche-Welle-TV, welches jeweils spanisch, englisch und deutsch im Wechsel sendet. Auf Sat-Anlagen ist DW-TV kostenpflichtig und meist nicht empfangbar.    

 

  Lustiges:

 

Jedes Mal wenn wir bei der Bestellung "bebidas naturales frutas: melon y papaya" bestellten, bekamen wir drei Getränke. Nämlich einen Fruchtshake und zwei Shakes mit Melone und Papaya. Die Ankündigung, bzw. das Lesen der Karte ist für den Kellner nämlich wie eine Bestellung. Sie schreiben alles auf was man sagt. Auch wenn Bebidas Naturales in der Karte die Überschrift ist. Also muss man "Naturales" bestellen und dann die Sorte nennen (Cas=Guave, Mora=Brombeere, Guanabana=Wassersack, Papaya, Melon, Pina=Ananas, Crema=Vanille.)

 

      Ein ausgewanderter US-Amerikaner sprach uns auf einem Pass an und meinte er könne mitfühlen, wie anstrengend unsere Radtour sei. Er selbst sei vor 15 Jahren in Europa Rad gefahren und das war schon so anstrengend, dass er sich seit dem nie mehr auf ein Rad gesetzt hat.   Wir fragten nach dem Land in dem er gewesen sei. Er überlegte und meinte dann “Netherlands?”.           

 

  Bilder

 

 

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