AlpenX


Ehrwald - Fernpass - Ischgl - Viderjoch - Scuol - S-charl - Döss Radond - Arnoga - Passo di Verva - Edolo - Passo Croce Domini - Tremalzo - Riva

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Insgesamt der beste Alpencross bisher! Was nützen einem die tollsten Pässe, wenn man sie schiebend überquert? 2017 wird es wohl keinen geben weil wir Jan./Feb. zwei Monate in Patagonien sein werden.

Diesmal sollte es ein Alpencross werden, der auch wirklich “fahrbar” ist. Also wurden die Tagesetappen abgespeckt und die täglichen Höhenmeter auf 1000 begrenzt. Außerdem durften es nur Pässe sein, die man auch wirklich fahren kann und nicht wegen Lebensgefahr schieben muss.

Wir haben in einem Buch namens “Alpencross light” eine sehr schöne Tour von Landeck zum Ledrosee gefunden und diese um jeweils einen Tag vorne und hinten erweitert. Das Buch sei hier empfohlen.

Von Ehrwald ging es also teilweise über die Schweiz bis zum Gardasee in 9 Tagen. Bei den Straßenstücken sind wir auf daneben laufende Wanderwege o. Radwege ausgewichen.

Wir starteten an einem Mittwoch und waren deshalb am Fernpass alleine unterwegs. Bei unserem ersten Alpencross 2012, beginnend an einem Samstag, war dort fast ein Stau entstanden.

IIn Ehrwald ließ uns der Hotelwirt das Auto bei sich auf dem Parkplatz stehen. Es gibt aber auch einen großen Platz für die Skiliftbesucher, der nichts kostet. Wir hatten Glück, denn nach vielen verregneten Tagen, war es der erste Sommertag seit langem. Der Fernpass (natürlich auf der Bikeroute) war wieder herrlich.

In Imst, Ortsausgang Hotel Gasthof Neuner, gibt es einen sehr guten Biergarten mit Mittagsmenü. Große Portionen und eine tolle Salatbar dazu für wenig Geld.

Wir fuhren weiter bis Landeck und mussten feststellen, dass wir an unserm Hotel in Zams vorbeigefahren waren. Also im herrlichen Landeck erst noch einen Eiskaffee und dann zurück. So etwas geht nur, wenn man die Tagesetappen nicht zu lange gestaltet hat.

Am nächsten Tag weiter bis Mathon bei Ischgl und am nächsten Morgen hoch per Sesselbahn zum Viderjoch. Das Ticket (kostenlos) für den Sessellift und für alle öffentl. Verkehrsmittel erhält man automatisch, wenn man in Ischgl und Umgebung ein Zimmer bucht.

Die Abfahrt auf dem Fimbapass  ist herrlich allerdings nichts für schlechte Bremsen. Für Endurobikes sind sogar Trails bis in`s Tal (Bild links) eingebaut.

Im Tal geht es weiter auf der Via Claudia, wobei wir die Alternative auf dem Waldweg nahmen. Man kommt in En Sur an, wo wir 2012 in die Uina-Schlucht einbogen. In Scuol waren wir im Hotel Traube für 146 € Ü/Frühstück. Für unsere gute Bewertung,aber einen Punkt Abzug für Preis/Leistung, haben wir eine ziemlich unverschämte Email mit Hausverbot erhalten. “Sie schaden uns mit ihrer Bewertung. Sie sind gar nicht in der Lage dies zu beurteilen! Ihren Kommentar hätten sie sich sparen sollen. Wenn Sie wieder ein Hotel buchen: bei uns NEIN”  usw.

Sehr dreist, wie ich finde. Denn wir hatten in der Bewertung gar nicht erwähnt, dass es keine Dusche, sondern nur eine Badewanne gab. Für 146 € also kein aktueller Standard. Dass es für Schweizer Hotels schwierig ist dem Kostendruck stand zu halten war uns durchaus bewusst.

 

 

Entlang des Inn bis Scuol.

 

 

 

Weiter ging es nach S-charl und dem Pass da Costainas. Hier fährt man ein Stück auf der Albrechtroute, was die Hotels entlang der Route durchaus nutzen. Der Pass ist herrlich und vorallem fahrbar.

In S-charl gibt es zwei Gaststätten für einen letzen Cappuccino vor dem Costainas. Eine Gruppe von jugendlichen Bikern setzte sich in den Biergarten und als die Wirtin die Bestellung annehmen wollte wurde sie gefragt: “haben sie WLAN?”. Wir nahmen Apfelstrudel.

Ab Tschierv gibt es eine “Talroute” die parallel zur Straße im Wald verläuft. Man kommt weit oberhalb von Sta. Maria auf die Strecke zum Döss Rodand. Wieder ein herrlicher, hochalpiner Pass auf Schottersträßchen. Oben weideten Pferde. 

 

Die junge Wirtin in Tschierv wollte uns gleich die Räder waschen. Sie hat mir erzählt, dass sie sehr unter dem hohen Franken leiden und die Leute lieber gleich nach Südtirol weiterfahren. Trotz Klo am Gang und Gemeinschaftsdusche für 104 € Ü/Frühstück erhielten sie eine gute Bewertung .....und haben sich nicht beschwert.

 

 

Im Prinzip fährt man immer der nationalen Bikeroute 444 entlang.

 

Kurz vor dem Lago die San Giacomo gibt es dann ein längeres Stück auf einem Trail der teilweise im Geröll verläuft und ziemlich ausgesetzt ist, aber alles fahrbar!

Kurz vor dem See gibt es einen großzügigen Picknikplatz. Sonst: no service.

Das Val Mora ist ein herrlicher Singletrail.

In Arnoga saßen Australier am Nebentisch. Sie wollten 14 Tagen biken und kämpften mit der italienischen Speisekarte. Aufgegessen haben sie alles. Wir haben ihnen natürlich kurz von unserer Biketour durch Australien erzählt.

Ein Top-Hotel (Li Arnoga) für 78 Euro mit superschönen Bauernzimmern und einer üppigen Halbpension. Sehr zu empfehlen, wenn auch das Hotel direkt in einer Sepentine liegt in der tagsüber die Motorräder knattern. Das Beste auf der ganzen Tour!

 

Der Passo di Verva war auch wieder eine einsame Forststraße mit tollem Donwhill. Oben ein kleiner See. Wir waren völlig alleine unterwegs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Passo di Verva

 

 

Oben gibt es noch einen kleinen herrlichen See.

 

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1000 Hm Downhill bis Grosio

 

 

Unten im Tal entschlossen wir uns dem regulären Weg entlang des Flusses bis Tirano zu fahren. Bei 32 Grad und schwüler Luft hatten wir eigentlich gedacht einen zusätzlichen Pass  bis hinüber nach Edolo einzubauen.

So blieb uns Zeit für eine Pause mit Eiskaffee und die Strecke (neuer Radweg linksseitig des Flusses !) war eine schöne Strecke.

 

In Tirano nutzen wir den Bus (2,9 € Person, 2,9€ Fahrrad) bis hoch nach Aprica, was angesichts der sehr engen Straße und des starken Verkehrs auch sehr zu empfehlen ist.

 

In Edolo nutzten wir ein B&B. Das Haus war allerdings 2 km außerhalb des Ortes. Wir liefen entlang der Straße in den Ort und fanden das sehr zu emfehlende J&P, eine urige Pizzaria im 50er Jahre-Stil. Die Wirtin bot uns an, uns mit dem Auto abzuholen, wenn wir fertig seien. Toll!

Morgens gab`s selbstgebackenen Kuchen und Küchle. Und einen tollen Sonnenaufgang am Balkon.

 

 

 

Morgens hatten wir leider den ersten Regen. Nach einer halben Stunde war aber alles vorbei. Der Weg auf der Straße nach Breno ist dadurch nicht ganz ungefährlich. Ab Capo die Ponte konnte man aber auf einen neu gebauten Radweg ausweichen.

 

Das Sträßchen hoch zum Pass Croce Domini (1892m) ist wenig befahren. Unterwegs immer wieder kleine Bars und Restaurants. Oben in einer kleinen Pension mit Restaurant (Fanti Lara) gab`s typische italienische Hausmannskost und Unmengen selbstgebackener Kekse.

 

 Wir legten noch einen Zwischenstop in einer Agriturismo ( Al Marter ) am Fuße des Tremalzo ein und ließen uns köstlich bekochen. Sehr zu empfehlen !!! Top Zimmer!

Weiter ging`s hoch zum Passo Tremalzo und wir kehrten dort das erste Mal (seit nun 30 Jahren) ein. Der Downhill ab dem Passo Nota war durch die Unwetter ziemlich ausgewaschen und mit Geröll übersät. Ein Sturz blieb nicht aus.

 

In Riva gönnten wir uns noch einen zusätzlichen Tag zum Flanieren bevor es mit Bikeshuttle.it wieder zurück zum Auto ging.

 

 

 

 

 

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